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regenbogen

Regenbogen für Kinder: Entdecken, experimentieren, basteln und spielen

2026-08-13 15:59:00 / Kaufberater & Blog Blog / Kommentare 0

Ein Regenbogen am Himmel ist für viele Kinder ein kleines Ereignis: Eben war dort nur eine graue Wolke – und plötzlich leuchten Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett über den Himmel. Doch wie entsteht ein Regenbogen eigentlich? Warum sehen wir unterschiedliche Farben? Und kann man einen Regenbogen sogar selbst erzeugen?

Das Naturphänomen eignet sich wunderbar, um mit Kindern Farben, Licht und Wasser zu entdecken. Gleichzeitig bietet das Thema zahlreiche Möglichkeiten zum Basteln, Malen, Experimentieren und Spielen.

In diesem Ratgeber erklären wir den Regenbogen für Kinder verständlich, zeigen spannende Experimente und sammeln kreative Regenbogen-Ideen für zu Hause, Kindergarten, Kita und Grundschule.

Regenbogen: Warum das Naturphänomen Kinder begeistert

Regenbögen verbinden gleich mehrere Dinge, die Kinder neugierig machen: kräftige Farben, ein besonderes Naturereignis und die spannende Frage, wie der bunte Bogen überhaupt an den Himmel kommt.

Genau diese Neugier könnt ihr nutzen. Statt Kindern sofort die fertige Erklärung zu geben, könnt ihr zunächst gemeinsam beobachten, Vermutungen sammeln und kleine Experimente durchführen.

regenbogen kind

Fragt zum Beispiel:

„Was glaubt ihr: Was brauchen wir, damit ein Regenbogen entsteht?“

Oder:

„Warum sehen wir einen Regenbogen manchmal nach einem Regenschauer und manchmal nicht?“


Dieses Vorgehen entspricht dem Grundgedanken des forschenden Lernens. Kinder setzen sich dabei mit einer Frage oder einem Problem auseinander, sammeln eigene Erfahrungen und suchen Schritt für Schritt nach einer Erklärung. Schon im Kindergartenalter können solche Forschungsprozesse aufgegriffen und altersgerecht begleitet werden.1

Dabei spielt auch das gemeinsame Gespräch eine wichtige Rolle. Lernen findet nicht nur dadurch statt, dass Kinder etwas erklärt bekommen, sondern ebenso durch eigenes Erkunden, den Austausch miteinander und die gemeinsame Reflexion mit Erwachsenen. Eine gute Lernbegleitung orientiert sich deshalb an den Fragen der Kinder und lässt Raum für Dialog und eigene Entdeckungen.2

Der Regenbogen ist deshalb ein schönes Thema, um Kreativität, Sprache und erstes naturwissenschaftliches Denken miteinander zu verbinden.

Wie entsteht ein Regenbogen? Einfach für Kinder erklärt
regenbogen entstehung

Für einen Regenbogen benötigen wir vor allem zwei Dinge:

Sonnenlicht und viele kleine Wassertropfen in der Luft.

Sonnenlicht erscheint für unsere Augen zunächst weiß. Tatsächlich sind darin verschiedene Lichtfarben enthalten. Ein Prisma kann diese Farben sichtbar auffächern – und etwas Ähnliches geschieht auch mit dem Sonnenlicht in Regentropfen.3

Trifft das Sonnenlicht auf einen Regentropfen, passiert vereinfacht Folgendes:

  1. Das Licht tritt in den Wassertropfen ein und wird dabei gebrochen. Es ändert also seine Richtung.

  2. Im Inneren des Tropfens wird ein Teil des Lichts reflektiert.

  3. Beim Austreten aus dem Tropfen wird das Licht erneut gebrochen.

  4. Die verschiedenen Lichtfarben werden dabei unterschiedlich stark abgelenkt. Dadurch können sie für unsere Augen getrennt sichtbar werden.4

So könnt ihr einen Regenbogen kleinen Kindern erklären

Für jüngere Kinder darf die Erklärung deutlich einfacher sein:

Sonnenlicht sieht für uns weiß aus, enthält aber viele verschiedene Farben. Regentropfen können diese Farben auseinanderziehen. Wenn Sonne, Regentropfen und unsere Augen richtig zueinander stehen, sehen wir einen bunten Regenbogen.

Ein Prisma eignet sich gut, um diesen Gedanken gemeinsam zu entdecken: Weißes Licht wird beim Durchgang in seine verschiedenen Lichtfarben aufgefächert.3

Das könnt ihr wunderbar zum Anlass nehmen, Kinder zunächst selbst überlegen zu lassen:

„Wo waren die Farben eigentlich, bevor wir sie sehen konnten?“

Welche Farben hat ein Regenbogen?

Traditionell werden sieben Regenbogenfarben genannt:

Rot – Orange – Gelb – Grün – Blau – Indigo – Violett

Farben Regenbogen

Beim Hauptregenbogen befindet sich Rot außen. Blau und Violett liegen weiter innen. Der Grund dafür ist, dass Licht verschiedener Farben in den Regentropfen unterschiedlich stark gebrochen wird.4

Dabei gibt es allerdings eine spannende Besonderheit:

Ein echter Regenbogen besteht nicht aus sieben klar voneinander abgegrenzten Streifen.

Die Farben gehen vielmehr fließend ineinander über. Die bekannten Farbnamen helfen uns dabei, das sichtbare Farbspektrum zu beschreiben. Physikalisch betrachtet entsprechen die verschiedenen Lichtfarben unterschiedlichen Wellenlängen.3

Das könnt ihr beim Malen mit Kindern direkt ausprobieren.

Fragt beispielsweise:

„Wo hört Gelb auf und wo beginnt Grün?“

Oder legt mehrere ähnliche Blau- und Grüntöne nebeneinander und schaut gemeinsam, wie schwer eine eindeutige Grenze manchmal zu finden ist.

Regenbogen-Ideen für Kinder: kreativ werden und entdecken

Das Schöne am Thema Regenbogen ist seine Vielseitigkeit. Aus einer Beobachtung nach einem Regenschauer kann ein Experiment entstehen, daraus wiederum ein Bild und anschließend vielleicht sogar ein Bewegungsspiel.

Ihr könnt beispielsweise:

  • Farben suchen und sortieren

  • einen Regenbogen malen

  • Regenbogenbilder kratzen

  • Licht und Wasser untersuchen

  • Farbverläufe beobachten

  • einen Regenbogen aus Gegenständen legen

  • Farben mischen

  • Regenbogen-Bewegungsspiele spielen

  • eine Regenbogen-Geschichte erfinden

  • eine kleine Forscherstation aufbauen

regenbogen kinder
regenbogen kinder

Besonders spannend wird es, wenn ihr nicht nur eine fertige Aktivität vorgebt, sondern vorher eine Frage stellt.

Zum Beispiel:

„Brauchen wir wirklich Regen, um einen Regenbogen zu erzeugen?“

Danach könnt ihr die Vermutung gemeinsam überprüfen.

Regenbogen basteln: Einfache Ideen für Kinder

Regenbogen aus Papierschnipseln

Diese Bastelidee eignet sich bereits für jüngere Kinder.

Ihr benötigt:

  • weißes Papier oder Pappe
  • verschiedenfarbiges Papier
  • Klebstoff
  • optional Watte für Wolken

Zeichnet zunächst einen großen Regenbogen vor. Anschließend können die Kinder buntes Papier reißen oder schneiden und die einzelnen Schnipsel nach Farben sortieren.

Danach wird der Regenbogen Reihe für Reihe beklebt.

Ihr könnt daraus direkt eine kleine Suchaufgabe machen:

„Findet ihr zu jeder Farbe des Regenbogens noch einen Gegenstand im Raum?“

So verbindet ihr das Basteln mit dem Erkennen und Zuordnen von Farben.

Kratz-Regenbogen

Ein Regenbogen muss nicht immer mit klassischen Stiften oder Pinseln entstehen.

Mit einem Kratzpapier-Block inklusive Kratzstab können Kinder beispielsweise Regenbögen, Sterne, Wolken oder ganze Fantasielandschaften gestalten. Beim Kratzen kommen nach und nach leuchtende Farben zum Vorschein.

Eine schöne Frage währenddessen:

„Welche Farbe glaubt ihr, kommt als Nächstes zum Vorschein?“

Regenbogen malen mit Kindern

Beim Regenbogenmalen muss nicht jedes Bild gleich aussehen. Gerade deshalb könnt ihr verschiedene Materialien und Techniken ausprobieren.


1. Einen klassischen Regenbogen malen

Die Kinder malen mehrere Bögen nebeneinander und orientieren sich dabei an der bekannten Farbreihenfolge:

Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett.

Mit Regenbogenstiften könnt ihr zusätzlich mehrfarbige Linien und Farbverläufe ausprobieren.


2. Regenbogen mit Straßenkreide

Bei gutem Wetter wird der Boden zur Leinwand.

Mit einem 50er-Set Straßenkreide könnt ihr gemeinsam einen riesigen Regenbogen auf den Hof oder Gehweg malen.

Anschließend wird daraus ein Bewegungsspiel:

„Springt auf Rot!“

„Stellt euch auf Grün!“

„Welche Farbe kommt nach Gelb?“

So wird aus einer Malidee ganz nebenbei ein aktives Farbenspiel.


3. Regenbogen tupfen

Statt mit Pinseln können die Farben auch mit Schwämmen, Korken, Wattestäbchen oder Fingern aufgetragen werden.

Gerade jüngere Kinder können so mit Farben experimentieren, ohne bereits gleichmäßige Bögen zeichnen zu müssen.


4. Fantasie-Regenbogen malen

Muss ein gemalter Regenbogen immer genauso aussehen wie einer am Himmel? Natürlich nicht.

Lasst die Kinder einen Fantasieregenbogen nur aus ihren Lieblingsfarben gestalten.

Anschließend könnt ihr die Bilder gemeinsam betrachten:

Welcher Regenbogen wirkt besonders hell? Welche Farben ähneln sich? Wo entstehen starke Kontraste? Gibt es Farben, die in einem echten Regenbogen nicht vorkommen?

So könnt ihr gleichzeitig den Unterschied zwischen einer naturwissenschaftlichen Darstellung und einem freien Kunstwerk thematisieren.

regenbogen mit kreide malen
Spannende Regenbogen-Experimente für Kinder

Experimente werden besonders interessant, wenn ihr die Lösung nicht vorwegnehmt.

Beginnt beispielsweise mit:

„Was glaubt ihr, was passieren wird?“

Anschließend wird ausprobiert und beobachtet.

Erst danach sprecht ihr darüber, warum das Ergebnis so aussieht.

Beim forschenden Lernen können genau solche Schritte eine Rolle spielen: von einer Beobachtung oder eigenen Frage über das Ausprobieren bis zum gemeinsamen Nachdenken über das Ergebnis.1

Experiment 1

Einen Regenbogen selber machen

An einem sonnigen Tag könnt ihr draußen selbst einen kleinen Regenbogen erzeugen.

Ihr benötigt:

  • Sonnenschein

  • einen Gartenschlauch oder eine Sprühflasche mit feinem Sprühnebel

So funktioniert es:

Stellt euch mit dem Rücken zur Sonne.

Erzeugt vor euch einen möglichst feinen Wassernebel.

Bewegt den Wasserstrahl beziehungsweise die Sprühflasche langsam und verändert dabei den Winkel.

Unter passenden Bedingungen wird im Wassernebel ein kleiner Regenbogen sichtbar.

Dieser Versuch funktioniert tatsächlich nach demselben Grundprinzip wie ein Regenbogen am Himmel. Auch mit einem Rasensprenger, einer Sprühflasche, einem Springbrunnen oder einem Wasserfall lässt sich bei Sonnenlicht ein Regenbogen beobachten. Wichtig ist dabei, dass sich die Sonne hinter euch befindet.5

Forscherfragen für Kinder

„Was passiert, wenn ihr euch ein paar Schritte zur Seite bewegt?“

„Seht ihr den Regenbogen noch an derselben Stelle?“

„Was passiert, wenn die Wassertröpfchen größer oder kleiner werden?“

So bleibt es nicht beim bloßen „Wow-Effekt“, sondern die Kinder beginnen, Bedingungen miteinander zu vergleichen.

Experiment 2

Regenbogen mit Wasserglas und Papier

Auch drinnen könnt ihr Licht in verschiedene Farben zerlegen.

Ihr benötigt:

  • ein durchsichtiges Glas
  • Wasser
  • weißes Papier
  • direktes Sonnenlicht

So funktioniert es:

Füllt etwas Wasser in das Gefäß und haltet beziehungsweise stellt es so schräg, dass das Licht durch Wasser und Gefäß fällt.

Verändert langsam den Winkel.

Unter passenden Bedingungen könnt ihr beobachten, wie sich das Licht in verschiedene Farben auffächert.

Bei einem solchen „Wasserprisma“ wird das Licht beim Durchgang mehrfach gebrochen. Ein entsprechend aufgebauter Versuch kann genutzt werden, um ein sichtbares Farbspektrum entstehen zu lassen.5

Forscherfragen

„Welche Farben könnt ihr erkennen?“

„Was passiert, wenn ihr den Winkel verändert?“

„Wann sind die Farben besonders gut sichtbar?“

Wichtig: Achtet darauf, dass Kinder niemals direkt in die Sonne schauen.

regenbogen experiment kinder

Experiment 3

Farben wandern lassen

Dieses Experiment erklärt zwar nicht die Entstehung eines echten Regenbogens, passt aber hervorragend zum Thema Farben.

Stellt mehrere Gläser nebeneinander. Einige davon werden mit Wasser und Lebensmittelfarbe gefüllt. Verbindet die Gläser anschließend mit gefaltetem Küchenpapier.

Nach einiger Zeit wandert das Wasser durch das Papier in die benachbarten Gläser.

Besonders interessant wird es, wenn zwei Farben aufeinandertreffen.

Fragt vorher:

„Welche Farbe entsteht wohl, wenn Gelb und Blau zusammentreffen?“

Hier beobachtet ihr Wassertransport und Farbmischung. Ein echter Regenbogen entsteht dagegen dadurch, dass Licht in Wassertropfen gebrochen und reflektiert wird.4

Gerade solche Unterschiede sind spannend, weil Kinder merken: Nur weil etwas bunt aussieht, steckt nicht automatisch derselbe naturwissenschaftliche Vorgang dahinter.

regenbogen experiment
Spielideen rund um den Regenbogen

Regenbogen-Farbsuche

Nennt eine Regenbogenfarbe und lasst die Kinder im Raum oder draußen passende Gegenstände suchen.

Etwas schwieriger wird es mit Aufgaben wie:

„Findet etwas Hellgrünes.“

„Findet zwei unterschiedliche Blautöne.“

„Welche Regenbogenfarbe entdeckt ihr draußen am häufigsten?“

Farben werfen und fangen

Mit einem Regenbogenball könnt ihr Bewegung mit Sprache verbinden.

Wer den Ball fängt, nennt beispielsweise eine Farbe.

Für ältere Kinder kommt zusätzlich ein passender Begriff dazu:

Rot – Erdbeere.
Gelb – Zitrone.
Grün – Gras.

Oder ihr dreht das Spiel um:

„Nennt etwas Blaues und werft dann den Ball weiter.“

Regenbogen-Knobeln

Für ruhigere Spielphasen lässt sich das Regenbogenthema mit einer kleinen Denksportaufgabe verbinden.

Ein Regenbogen-Knobelball greift die Farben auf und eignet sich besonders für ältere Kinder, die gerne tüfteln.

Regenbogen-Ideen für Kindergarten und Kita

Im Kindergarten oder in der Kita könnt ihr aus dem Regenbogenthema eine ganze Projektwoche machen.

Tag 1: Regenbogen entdecken

Sammelt zunächst gemeinsam, was die Kinder bereits wissen.

Was ist ein Regenbogen?
Wer hat schon einmal einen gesehen?
Welche Farben gehören dazu?
Wann erscheint ein Regenbogen?

Dabei geht es noch nicht darum, jede Antwort sofort zu korrigieren.

Schreibt oder malt die Vermutungen auf und greift sie im Laufe der Woche wieder auf. Beim forschenden Lernen dürfen eigene Fragen und Beobachtungen der Kinder ausdrücklich Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen sein.1

Tag 2: Farben entdecken

Jetzt stehen die Regenbogenfarben im Mittelpunkt.

Ihr könnt Gegenstände sortieren, ähnliche Farbtöne miteinander vergleichen oder transparente Materialien übereinanderlegen.

Mit einem Leuchtkasten mit Leuchtbausteinen lassen sich Licht, Farben und Formen zusätzlich spielerisch erkunden.

regenbogen in der kita

Tag 3: Experimentieren

Probiert gemeinsam ein Regenbogen-Experiment aus.

Bevor ihr startet, fragt:

„Was glaubt ihr, was passieren wird?“

Nach dem Experiment könnt ihr besprechen:

Was haben wir gesehen?
Was war anders als erwartet?
Welche Farben konnten wir erkennen?

Bei einer lernanregenden Begleitung geht es nicht nur darum, Wissen weiterzugeben. Auch der Austausch, eigene Erkundungen und die gemeinsame Reflexion unterstützen Lernprozesse.2

Tag 4: Regenbogen bewegen

Mit Chiffontüchern in verschiedenen Farben könnt ihr Farben mit Bewegung verbinden.

Zum Beispiel:

„Bei Rot bewegt ihr euer Tuch ganz langsam.“

„Bei Blau fliegt es hoch durch die Luft.“

„Bei Gelb dreht ihr euch einmal im Kreis.“

Tag 5: Gemeinsam gestalten

Zum Abschluss entsteht ein großes gemeinsames Regenbogen-Kunstwerk.

Jedes Kind gestaltet beispielsweise einen Abschnitt. Anschließend werden alle Teile zusammengesetzt.

So wird aus vielen einzelnen Werken ein gemeinsamer Regenbogen.

Regenbogen-Ideen für Grundschulkinder

Grundschulkinder können bereits stärker hinterfragen, warum ein Regenbogen entsteht und welche Bedingungen dafür notwendig sind.

Eine spannende Forschungsfrage lautet:

Was braucht ein Regenbogen?

Sammelt zunächst Vermutungen:

  • Licht?

  • Wasser?

  • Regentropfen?

  • eine bestimmte Position der Sonne?

  • Wolken?

  • unbedingt Regen?

Anschließend könnt ihr einzelne Ideen mit Experimenten überprüfen.

Eine weitere Aufgabe:

„Zeichnet, wie ihr euch den Weg des Sonnenlichts durch einen Regentropfen vorstellt.“

Die erste Zeichnung muss dabei nicht richtig sein.

Interessant wird der Vergleich nach dem Experiment:

Wie habe ich es mir vorher vorgestellt?

Was würde ich jetzt anders zeichnen?

Solche eigenen Fragen und Lösungswege passen gut zum Prinzip des forschenden Lernens: Kinder setzen sich gezielt mit einem Problem auseinander und sammeln auf dem Weg zur Antwort neue Erfahrungen.1

Spannende Fakten über den Regenbogen für Kinder

Ein Regenbogen ist eigentlich Teil eines Kreises

Was wir vom Boden aus als Bogen sehen, ist eigentlich Teil eines vollständigen Kreises.

Welche Regentropfen das passende Licht zu euren Augen schicken, hängt von eurer Position ab. Der Mittelpunkt dieses gedachten Regenbogenkreises liegt auf der der Sonne gegenüberliegenden Seite. Von der Erdoberfläche aus sehen wir meistens nur einen Ausschnitt des vollständigen Kreises.3

Von einem deutlich erhöhten Standort aus – beispielsweise aus einem Flugzeug – kann unter passenden Bedingungen sogar ein vollständiger Regenbogenkreis sichtbar werden.3

Die Sonne befindet sich hinter euch

Wenn ihr einen klassischen Regenbogen beobachten möchtet, müsst ihr auf die der Sonne gegenüberliegende Seite schauen.

Die Sonne befindet sich dabei hinter euch, während die Wassertropfen vor euch liegen. Auch beim Experiment mit Sprühnebel ist genau diese Position entscheidend.5

edeline denkt nach

Es gibt doppelte Regenbögen

Manchmal entdeckt ihr außerhalb des normalen Regenbogens einen zweiten, schwächeren Bogen.

Beim Hauptregenbogen wird das Licht im Tropfen einmal reflektiert. Beim sogenannten Nebenregenbogen findet eine zweite Reflexion im Regentropfen statt. Dadurch erscheint der zweite Bogen schwächer und seine Farbreihenfolge ist gegenüber dem Hauptregenbogen umgekehrt.4

Ein Regenbogen hat mehr als sieben Farbtöne

Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett sind eine bekannte Einteilung des Regenbogens.

In der Natur sind die Übergänge zwischen diesen Farben jedoch fließend. Unterschiedliche Lichtfarben entsprechen unterschiedlichen Wellenlängen und werden bei der Lichtbrechung verschieden stark abgelenkt.3

Die sieben Farben sind also vor allem eine praktische Möglichkeit, über das Farbspektrum zu sprechen.

Ihr könnt nicht bis zum Ende eines Regenbogens laufen

In Geschichten wartet dort vielleicht ein Schatz.

In Wirklichkeit besitzt ein Regenbogen aber keinen festen Ort in der Landschaft, an dem er „endet“.

Welche Wassertropfen das Licht gerade in eure Augen lenken, hängt von eurem Standort ab. Wenn ihr euch bewegt, ändert sich deshalb auch die Position der Tropfen, die für euch den sichtbaren Regenbogen erzeugen. Jeder Beobachter sieht dadurch gewissermaßen seinen eigenen Regenbogen.3

Der Schatz am Ende des Regenbogens darf also weiterhin in der Märchenwelt bleiben.

Was bedeutet der Regenbogen?

Neben der naturwissenschaftlichen Erklärung eignet sich der Regenbogen wunderbar für Geschichten und Fantasie.

Ihr könnt mit Kindern bewusst zwei Fragen nebeneinanderstellen:

„Wie entsteht ein Regenbogen in der Natur?“

und

„Welche Geschichte möchten wir über unseren Regenbogen erzählen?“

So lernen Kinder nebenbei, dass ein Phänomen naturwissenschaftlich erklärt werden kann und trotzdem Ausgangspunkt für kreative Geschichten sein darf.

Vielleicht führt euer Fantasieregenbogen zu einem unbekannten Land.

Vielleicht wohnen auf jeder Farbe andere Tiere.

Oder vielleicht verliert der Regenbogen eines Morgens eine Farbe und die Kinder müssen herausfinden, wo sie geblieben ist.

regenbogen kinder
Regenbogen mit Kindern lernen und entdecken

Kaum ein Naturphänomen verbindet Farben, Naturwissenschaft, Kreativität und Spiel so unkompliziert wie der Regenbogen.

Kinder können dabei entdecken, dass hinter dem scheinbar magischen Farbenspiel verständliche physikalische Vorgänge stecken.

Sonnenlicht enthält verschiedene Lichtfarben. Beim Eintritt in Regentropfen wird das Licht gebrochen, im Inneren reflektiert und beim Austritt erneut gebrochen. Weil verschiedene Lichtfarben unterschiedlich stark gebrochen werden, gelangen sie aus unterschiedlichen Richtungen zu unseren Augen und werden als Regenbogen sichtbar.3,4

Mindestens genauso spannend wie die fertige Erklärung ist aber der Weg dorthin.

Fragen stellen.
Vermutungen äußern.
Ausprobieren.
Beobachten.
Die eigene Idee noch einmal überdenken.

Genau diese Art des Entdeckens und Forschens könnt ihr bereits mit Kindergarten- und Grundschulkindern spielerisch aufgreifen.1,2

Wenn ihr also beim nächsten Regenschauer einen bunten Bogen entdeckt, könnt ihr nicht nur gemeinsam staunen.

Ihr könnt direkt die nächste Forscherfrage stellen:

„Warum können wir den Regenbogen genau jetzt sehen?“

FAQ: Häufige Fragen zum Regenbogen für Kinder

Ein Regenbogen entsteht, wenn Sonnenlicht auf viele kleine Wassertropfen trifft. Beim Eintritt in den Tropfen wird das Licht gebrochen, im Inneren reflektiert und beim Austritt erneut gebrochen. Verschiedene Lichtfarben werden dabei unterschiedlich stark abgelenkt und dadurch sichtbar voneinander getrennt.4

Traditionell werden Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett genannt. In der Natur gehen die verschiedenen Farbtöne jedoch fließend ineinander über.3

Ja. Bei Sonnenlicht könnt ihr beispielsweise mit einer Sprühflasche, einem Rasensprenger oder einem anderen feinen Wassernebel einen kleinen Regenbogen erzeugen. Dabei sollte sich die Sonne hinter euch befinden.5

Das Licht, das unter dem passenden Winkel aus vielen verschiedenen Regentropfen zu euren Augen gelangt, bildet geometrisch einen Kreis. Vom Boden aus sehen wir davon in der Regel nur einen Ausschnitt – deshalb erscheint uns der Regenbogen als Bogen.3

Beim Hauptregenbogen wird das Licht einmal im Regentropfen reflektiert. Beim zweiten, sogenannten Nebenregenbogen erfolgt eine weitere Reflexion. Deshalb ist der Nebenregenbogen schwächer und die Reihenfolge seiner Farben ist umgekehrt.4

Für einen klassischen Regenbogen benötigt ihr Sonnenlicht und Wassertröpfchen in der Luft. Außerdem müssen Sonne, Beobachter und Wassertropfen passend zueinander stehen. Die Sonne befindet sich dabei hinter euch.4,5

Bildhinweis:

Die Illustrationen in diesem Beitrag wurden redaktionell mit KI-Unterstützung erstellt, unter anderem mit ChatGPT/OpenAI und Google Gemini. Sie dienen der Veranschaulichung und zeigen keine realen Personen oder konkreten Kita-Situationen.